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Was ist ein MHD wirklich?
#1
Durch den unten stehenden Artikel in der Zeitschrift Lebensmittelpraxis wird auch in den verschiedensten sozialen Medien die Diskussion um das Thema MHD wieder intensiver geführt werden. Die im Artikel beschriebene Neuformulierung des Begriffs MHD ist ja dabei nur eine Variante. Wobei man nicht außer Acht lassen sollte, dass der Begriff MHD, also Mindesthaltbarkeitsdatum, ja eigentlich schon aussagt, “mindestens haltbar bis“. In Deutschland sind viele Lebensmittel bereits so stark konserviert, dass ein industrielles Lebensmittel, welches nicht mehr den Anforderungen des MHDs entspricht, nicht verdorben, sondern stark sensorisch verändert ist. Oft sind Milchsäurebildner und Hefen dafür verantwortlich, also Mikroorganismen, die bei anderen Lebensmitteln zur Konservierung der entsprechenden Lebensmittel verwendet werden. Paradox.


Der Begriff MHD ist im Artikel 1 der Lebensmittel-Informations-Verordnung, kurz LMIV, geregelt. Es wird hier als das Datum beschrieben, bis zu welchem das Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften behält. Im Artikel 24 der gleichen Verordnung wird übrigens die Kennzeichnung für Lebensmittel geregelt, welche ab einem bestimmten Datum ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Hier spricht man dann von einem Verbrauchsdatum Eigentlich haben wir also schon ein System. Warum daher eine Modifikation, beispielsweise durch die Angabe von 2 MHDs auf der Packung (Diskussionsvariante 2). Das erste MHD gibt den Zeitraum an bis zu welchem das Lebensmittel top ist, das zweite, ab wann ein “Wegschmeißen“ ok ist. Sinnvoll?

Nimmt man unten stehenden Artikel zur Grundlage, werden in Norwegen 60% der verschwendeten Lebensmittel durch unwissende Endverbraucher durch die Vernichtung nach Ablauf des MHDs erzeugt. In Deutschland wird die Zahl nicht viel anders sein. Doch liegt dies wirklich an der Deklaration? Wir haben in der Regel MHDs von drei bis vier Wochen oder länger. Die Lebensmittel kommen aber zeitnah nach der Herstellung in den Lebensmittelhandel. Oft stehen sie dann wochenlang im Kühlschrank, weil sie vergessen wurden. Müssen wir uns hier nicht fragen, ob dass nicht die Ursache ist? Muss ich denn wirklich beim heutigen Angebot 10 Joghurts kaufen, weil sie heute im Angebot 30 % günstiger sind? Klar, wenn ich 10 kaufe und zwei wegschmeißen, habe ich immer noch gespart. Brauche ich wirklich 2x375g Fleischwurst, weil sie zusammen als No-Name-Produkt weniger kostet, als die 100g Fleischwurstaufschnitt beim Fleischer. Warum kann ich nicht nur die 3 Eier kaufen, die ich brauche, sondern muss die 10-er-Packung nehmen.

Ich möchte nicht undankbar wirken, aber ich glaube, nicht die Deklaration sondern das Überangebot an Lebensmitteln ist unser Problem. 

Lebensmittelpraxis - Norwegen führt neues MHD ein
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